Die Import-Szene trifft sich wieder am Lausitzring

Die Import-Szene trifft sich wieder am Lausitzring

Wenn Ende Juli tausende Fans japanischer Fahrzeuge Richtung Brandenburg pilgern, ist klar: Das Reisbrennen steht wieder vor der Tür. Vom 30. Juli bis 2. August 2026 verwandelt sich der DEKRA Lausitzring erneut in die wohl fernöstlichste Rennstrecke Deutschlands. Das Reisbrennen gilt seit Jahren als das größte Treffen für asiatische Fahrzeuge und die Import-Szene in Europa.

Was einst als vergleichsweise kleines Treffen von JDM-Enthusiasten begann, hat sich längst zu einem mehrtägigen Festival entwickelt. Heute vereint das Reisbrennen Motorsport, Tuning, Showcars, Camping, Partys und Community-Gefühl zu einem Event, das weit über ein klassisches Autotreffen hinausgeht.

Das macht das Reisbrennen so besonders?

Anders als viele Tuningtreffen konzentriert sich das Reisbrennen konsequent auf asiatische Fahrzeuge. Vom Nissan Skyline über Toyota Supra, Honda Civic, Mazda RX-7 und Mitsubishi Evo bis hin zu modernen GR-Modellen und seltenen Importfahrzeugen findet man hier nahezu alles, was die JDM- und Import-Szene zu bieten hat.

Genau diese Spezialisierung macht den besonderen Reiz aus. Während viele Veranstaltungen mittlerweile markenoffen geworden sind, bleibt das Reisbrennen seiner Identität treu und gilt deshalb für viele Fans als Pflichttermin im Kalender.

Die Highlights 2026: Mehr Action als je zuvor?

Die Veranstalter werben 2026 mit dem Motto „Bigger, Faster, Lausitzring“.
Schon die ersten Ankündigungen lassen erkennen, dass das Programm erneut auf maximale Action ausgelegt ist.

Driftshows und Drift-Taxi

Zu den beliebtesten Attraktionen gehören traditionell die Driftshows. Besucher können nicht nur zuschauen, sondern teilweise sogar als Beifahrer in speziell vorbereiteten Driftfahrzeugen mitfahren und die Action hautnah erleben. Gerade für Erstbesucher gehört das zu den absoluten Highlights des Wochenendes.

Viertelmeile und Beschleunigungsrennen

Das legendäre Viertelmeile-Rennen gehört seit Jahren zu den Publikumsmagneten. Hier treten leistungsstarke Import-Fahrzeuge gegeneinander an und zeigen, was unter ihren Hauben steckt. Vom straßenzugelassenen Daily Driver bis zum kompromisslosen Drag-Projekt ist alles vertreten.

Time Attack und Rundstrecken-Action

Wer lieber Rundenzeiten statt Show bewertet, kommt bei den Time-Attack-Wettbewerben auf seine Kosten. Hier zählt jede Zehntelsekunde. Die schnellsten Fahrzeuge Europas kämpfen auf dem Lausitzring um Bestzeiten und Rekorde. Bereits in den vergangenen Jahren sorgten diese Sessions regelmäßig für volle Tribünen.

Show & Shine

Nicht alles dreht sich um Geschwindigkeit. Im Show-&-Shine-Bereich präsentieren Besitzer ihre oft über Jahre aufgebauten Fahrzeuge. Lackierungen, Felgen, Bodykits, Motorumbauten und Detailarbeit werden hier ebenso bewertet wie Kreativität und Gesamteindruck.

Die Community ist der eigentliche Star

Wer schon einmal auf dem Reisbrennen war, weiß: Die Fahrzeuge allein machen das Event nicht aus. Das Festival lebt von seiner Community. Clubs aus ganz Europa reisen an, schlagen ihre Camps auf und verwandeln das Gelände für mehrere Tage in eine eigene kleine Welt.

Genau dieses Gemeinschaftsgefühl wird von vielen Besuchern immer wieder als einer der größten Pluspunkte genannt. Anders als bei reinen Rennveranstaltungen steht hier nicht nur der Wettbewerb im Mittelpunkt, sondern auch der Austausch mit Gleichgesinnten.

Warum 2026 besonders spannend werden könnte

Die Import-Szene erlebt derzeit wieder einen starken Aufschwung. Modelle aus den 1990er- und 2000er-Jahren gewinnen weiter an Beliebtheit, gleichzeitig kommen neue Generationen von Fans über Social Media, Gaming und Streaming zur Szene.

Dadurch wächst auch das Interesse am Reisbrennen kontinuierlich. Die Veranstalter selbst sprechen von Europas größtem Festival für asiatische Fahrzeuge und rechnen erneut mit Teilnehmern und Besuchern aus zahlreichen Ländern.

Tipps für Besucher

Wer 2026 zum ersten Mal dabei ist, sollte frühzeitig planen. Einige Camping- und Clubbereiche sind traditionell schnell ausgebucht. Auch die Ticketnachfrage ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Der Vorverkauf startete bereits Anfang Mai.

Außerdem wichtig: Fahrzeuge nicht-asiatischer Hersteller dürfen nicht auf die Teilnehmerflächen des Geländes fahren und müssen die vorgesehenen Besucherparkplätze nutzen.